Standpunkte aus Kirche & Diakonie
Mehr Abschiebungen zur Entlastung des Wohnungsmarktes?
Der Debatte um die „Brandbriefe“, die mit Forderungen nach Abschiebungen und der Begrenzung von Fluchtbewegungen einhergehen und diese in den Kontext zunehmender Wohnungsnot stellen, setzt die Abteilung Flucht, Interkulturelle Arbeit, Migration (FIAM) der Diakonie Hessen einen Leserbrief entgegen: Statt Stimmungsmache gegen Geflüchtete müssten die Ursachen des Problems erfasst werden, so sei das Dilemma der Kommunen vor allem Ausdruck einer seit Jahrzehnten vernachlässigten Wohnungsbaupolitik und Unterfinanzierung der Bildung im ganzen Land.Evangelische Kirchen unterstützen Erdbeben-Opfer
Die hessen-nassauische und kurhessische Kirche unterstützen Opfer des Bebens in der Türkei und Syrien mit einer Soforthilfe. Sie bitten zugleich um weitere Spenden.Krieg in der Ukraine: Material für Andachten und mehr zum Jahrestag
Am 24. Februar 2023 jährt sich der Beginn des Ukrainekriegs zum ersten Mal. Die Zentren der EKHN haben dazu aktuelle Andachts-Vorlagen und weiteres reichhaltiges Material zusammengestellt. Kirchenpräsident Volker Jung ruft zum Gedenken auf.Gemeinsam Antiziganismus bekämpfen
Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus und zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma veröffentlicht.Leben und arbeiten in Übergängen - Chancen entdecken
Rund 60 freiwillig und/oder beruflich engagierte Mitarbeitende der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und der Diakonie Hessen aus dem Tätigkeitsfeld Flucht, Interkulturelle Arbeit und Migration haben sich für drei Tage mit den Themen und Herausforderungen ihrer Arbeit angesichts von Übergängen und Umbrüchen beschäftigt.Es gibt nur eine Menschenwürde – Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen!
Viele Geflüchtete erhalten zum Leben lediglich Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – und damit weniger als das neue Bürgergeld, das laut Gesetz das menschenwürdige Existenzminimum sicherstellen soll. Aber die Menschenwürde kennt nicht zweierlei Maß. Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände und Anwält:innenverbände fordern gleiche Standards für alle: Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden. Die Betroffenen müssen in das reguläre Sozialleistungssystem eingegliedert werden.Einwanderung stärkt Sozialsysteme
Die Vereinten Nationen haben den 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten ausgerufen. Dazu erklärt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Deutschland ist längst ein Einwanderungsland und das kommt auch allen hier lebenden Menschen zugute. Denn nur mit Zuwanderung lassen sich unsere Sozialsysteme auf dem hohen Niveau halten, um das uns viele Länder beneiden.“Trost und Hoffnung für politisch Gefangene in Belarus
Mit persönlichen Briefen wollen die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, und der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Ruprecht Polenz, politisch Gefangenen in Belarus in der Vorweihnachtszeit ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung senden.„Das Thema Flucht wird bleiben“: Kirchenpräsident besucht Hessens Erstaufnahme
Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung hat mit einer Delegation die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Gießen besucht. Allen liegt an einer menschenwürdigen Unterbringung Hilfesuchender. Wenn manchmal bis zu 600 Menschen auf einmal ankommen, ist das eine riesige Herausforderung.Menschenwürde schützen und Rechtsstaatlichkeit erhalten
Anlässlich des Tages der Menschenrechte (10. Dezember) fordern die evangelischen Kirchen und die Diakonie in Hessen die Bundesregierung und die Abgeordneten des Europaparlamentes auf, drohende schwerwiegende Eingriffe in Grundrechte zu verhindern. „Das Recht auf internationalen Schutz, das Recht auf Leben und die Menschenwürde müssen unbedingt geachtet werden, das gilt auch an europäischen Grenzen“, betont Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.Diese Seite:Download PDFTeilenDrucken
Fünf gute Gründe, Flüchtlinge zu unterstützen
1. Das Volk Gottes hat selbst eine Migrationsgeschichte
„Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.“ Exodus 23,9
2. Jesus setzt sich mit dem Fremden gleich
„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“, Mt. 25, 35. Was es heißt, auf der Flucht zu sein, hat Jesus als Kind erlebt als er mit seinen Eltern nach Ägypten floh. Gott sei Dank hat ihm kein Zaun und Stacheldraht den Weg versperrt.
3. In der Kirchengemeinde sind Erfahrungen von Entwurzelung präsent
Millionenfach kennt Deutschland das Entwurzeltsein und die Schwierigkeiten beim neuen Ankommen. Vertriebene und Flüchtlinge haben nach dem 2. Weltkrieg neue Gemeinden gegründet oder in bestehenden Fuß gefasst. Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR, Aussiedler und bi-nationale Familien kamen dazu und haben Veränderungen bewirkt.
4. Diakonisches Handeln gehört in die Gemeinde
Kirche findet statt/Stadt. Sie erweist sich als lebendiger Ort, wo sie mit und für andere unterwegs ist; wo sie sich dem aussetzt, was in den Nachbarschaften anliegt und sich dort aktiv einbringt. Sie kann Begegnungen schaffen, Beziehungen fördern und Verschiedenheiten zulassen.
5. Globalisierung und Mobilität prägen Gemeinden schon jetzt
Fair Trade, ethische Geldanlagen, Partnerschaften mit Gemeinden in anderen Teilen der Welt sind Bestandteil von Gemeindearbeit. Nun sind „die Fremden“ vor der Kirchentür. Machen wir sie „hoch“.